Die diesjährige Jahresausstellung der Kunstklassen widmet sich dem vielschichtigen und zugleich hochaktuellen Thema „Nostalgie“. Zwischen persönlicher Erinnerung, kollektiver Vergangenheit und digital geprägter Gegenwart entfaltet sich ein Spannungsfeld, das insbesondere im Kontext der Generation Z neue Bedeutung erhält.
Die gezeigten Arbeiten bewegen sich zwischen analoger und digitaler Praxis und spiegeln die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen wider. In den Bereichen Grafik, Malerei, Plastik, Objekt, Design, Fotografie, Video und Computeranimation untersuchen die jungen Künstler*innen, wie Nostalgie heute entsteht, wahrgenommen und hinterfragt wird.
Dabei wird Nostalgie nicht nur als sehnsüchtiger Rückblick verstanden, sondern auch als kritisches Instrument: Welche Bilder der Vergangenheit werden reproduziert? Welche Narrative werden romantisiert – und warum? Wie beeinflussen soziale Medien, digitale Archive und algorithmisch gesteuerte Erinnerungskulturen unser Verhältnis zur Zeitgeschichte?
Gerade die Generation Z, die oft zwischen analoger Vergangenheit und digitaler Gegenwart aufgewachsen ist, entwickelt neue Formen von Nostalgie: Retro-Ästhetiken, Re-Inszenierungen vergangener Jahrzehnte oder die bewusste Aneignung „veralteter“ Technologien werden zu künstlerischen Strategien. Gleichzeitig entstehen kritische Positionen, die sich mit Themen wie Identität, Konsum, gesellschaftlichem Wandel und medialer Überreizung auseinandersetzen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Nostalgie nicht als bloße Verklärung zu begreifen, sondern als komplexes, ambivalentes Phänomen unserer Zeit – geprägt von Erinnerung, Konstruktion und Reflexion.







